Beethoven im Frankenforst

Die „Klänge der Stadt“ haben sich aus dem Bergisch Gladbacher „Max Bruch Festival“ von 2013 entwickelt und sind heute im Rittersaal der Grundschule Frankenforst zu Gast. Kuratorin Ingrid Schaeffer-Rahtgens begrüßt im gut gefüllten Rittersaal besonders den Leiter der Grundschule Hans-Georg Jaspers. Ein Kammerkonzert ist ganz Beethoven gewidmet, das Trio Anditti und Iris von Zahn spielen Werke wechselnder Besetzung. Der Violinist Tim Jones moderiert es.

Tim Jones und Iris von Zahn beginnen mit Beethovens Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 30, die Beethoven für den Virtuosen Ignaz Schuppanzigh komponierte – behende, mit fließenden Figuren der Violine. Beethoven zeigt sich im zweiten Stück des Programms, dem Streichtrio Es-Dur op. 3, sehr von Mozarts Divertimento beeinflusst. Wer viel Geduld für die sechs Sätze mitbringt, wird spätestens durch den kontemplativen Fluss des vierten belohnt.

Das Trio Anditti – Tim Jones, Andrea Fürtig an der Viola und Dietmar Berger am Violoncello – interpretieren zuletzt das Klavierquartett op. 16 als Höhepunkt des Programms. Ursprünglich ein Quintett mit Bläsern, von Beethoven selbst zum Quartett mit Streichern bearbeitet und als Ausweis seiner eigenen Virtuosität im Wiener Musikleben eingesetzt, fordert es viel von seinen Interpreten, die Begeisterung der Frankenforster zeigt, dass es gelingt. Das Andante cantabile verarbeitet eine Arie der Zerlina, “Batti, batti, o bel Masetto”, aus Mozarts Don Giovanni. Der opernhafte Charme passt gut zum Rittersaal in Frankenforst.

Horst Kögler

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