Ein Alphorn-Workshop am westfälischen Meer? Was sich erst einmal merkwürdig anhört, passt offenbar gut zusammen.

 

ein Event, welches man sicherlich nicht alle Tage in NRW hat:

 

 

Ein Alphorn-Workshop am westfälischen Meer? Was sich erst einmal merkwürdig anhört, passt offenbar gut zusammen.
Initiator des Seminars ist der Altenmellricher Alphornbauer Hubert Hense. Er war kürzlich schon in einer TV-Dokumentation am Möhnesee zu sehen. Die Teilnehmer des Workshops reisen aus ganz Deutschland an. Auch Fans der Riesen-Instrumente kommen auf ihre Kosten.

„Wer Tuba oder Trompete beherrscht, dürfte keine Probleme mit dem Alphorn haben. Voraussetzung ist das aber nicht. Nur Noten sollte man lesen können“, erklärt Hubert Hense. Seit 2004 baut der Altenmellricher hauptberuflich Alphörner. Die Fertigkeiten dafür hat er sich der passionierte Holzhandwerker und Schnitzer selbst beigebracht. Jetzt findet auf seine Initiative vom 1. bis zum 3. November der erste westfälische Alphorn-Workshop in der Jugendherberge Möhnesee statt. Die Organisation hat der Volksmusikerbund Nordrhein-Westfalen übernommen. 42 Teilnehmer haben sich angemeldet.

„Vom absoluten Anfänger bis zum Könner ist alles vertreten. Viele besitzen bereits eigene Instrumente, aber ich stelle auch einige éœbungs-Alphörner zur Verfügung“, so Hense. Zu Beginn des Seminars sollen sich die Musiker erst einmal selbst einstufen und danach in Gruppen üben. Instrumentenkunde und Alphornbau werden ebenfalls thematisiert.

Für den Bau des 3,60 Meter langen Instruments verwendet Hense Fichtenholz. „Es kommt allerdings nur Fichte in Frage, die über 1500 Höhenmeter gewachsen ist. Das beeinflusst die Klangeigenschaften. Die heimische Fichte ist leider völlig unmusikalisch“, berichtet der Handwerker mit einem Augenzwinkern.

Hense ist einer von nur sechs Alphornbauern in Deutschland und von diesem mit Abstand der am nördlichsten beheimatete. Seine Kunden stört das nicht, denn auch sie keineswegs nur aus den Alpen. Mittlerweile verkauft Hense seine Instrumente auch nach éœbersee.

Zu dem Seminar am Möhnesee kommen nicht nur Musikbegeisterte aus dem Kreis Soest und dem Sauerland. Auch aus Norddeutschland und sogar aus dem südlichen Schwarzwald haben sich Alphornfreunde angekündigt. Die Dozenten Jörg Drewing, Reinhard Hammelbeck, Dietmar Schütz und Norbert Großewinkelmann bringen ihnen die Aufführpraxis des Alphornblasens näher oder entwickeln sie gemeinsam weiter.

Auch Sonderwünsche werden gerne erfüllt. „Neben der klassischen Alphorn-Musik aus den Bergen, können auch Choral-Musik, Pop- oder Jazzstücke eingeübt werden. Mit dem Alphorn ist alles möglich“, so Hense.

Da das Instrument nur über Naturtöne verfügt, weil es keine Klappen und Ventile hat, wird meist drei- oder vierstimmig gespielt.  Alphornblasen ist also echtes Teamwork.

Das Ergebnis der alpinen Musik-Werkstatt wird dann am Sonntag, 3. November, um etwa 13 Uhr an der Kulturscheune der Drüggelter Kapelle präsentiert. Zu dem Abschlusskonzert laden der Volksmusikerbund NRW, die vier Dozenten und der Alphornbauer Hubert Hense alle Interessierten und Freude dieser außergewöhnlichen Musikrichtung ein

 

Artikel gefunden unter  http://www.soester-anzeiger.de/lokales/moehnesee/moehnesee-wird-alphorn-mekka-3168452.html

 

 

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